Der E-Commerce Markt ist ständig in Bewegung und dabei schneller als der Wind. Damit Sie auch genug Zeit haben, sich auf die neuesten Entwicklungen vorzubereiten, kommen hier bereits die E-Commerce Trends 2015.

Steigender Umsatz

Der E-Commerce hat die letzten Jahre immer mehr an Bedeutung gewonnen. So lag das Umsatzwachstum in Deutschland, im Jahr 2012 bei 15% und 2013 bei 14%.
Für das laufende Jahr wird im "Branchenreport Online-Handel 2014" ein erneutes Wachstum von 13% prognostiziert. Damit werden im laufenden Jahr 43 Milliarden Euro in Deutschland online umgesetzt und zum ersten mal die 40 Milliarden Euro Grenze geknackt. Prognosen für den Online Umsatz des nächsten Jahres werden noch sehr vorsichtig formuliert. Das IFH Köln rechnet im Worst Case mit 46 Milliarden Euro, im Best Case mit 53 Milliarden Euro. Für das Jahr 2014 traf übrigens nahezu die Best Case Schätzung des IFH ein.

Mobile Shopping

Das mobile Shopping Erlebnis wurde über die letzten Jahre verbessert. Mit Responsive Webdesigns passen sich Webseiten an die Auflösung und den jeweiligen Geräte-Typ an. Im Jahr 2013 erkannten Shop- und Marketplace-Betreiber zunehmend die Relevanz dieser Technologie und zogen nach. Währenddessen wurden die Smartphone Displays immer größer und somit das Shopping Erlebnis auf Smartphones noch besser. Apple präsentiert in diesem Jahr das neue iPhone 6 mit einem 4,7'' Retina Display und das iPhone 6 Plus sogar mit einem 5,5'' Zoll Display. Die größte Konkurrenz Samsung, bringt das Galaxy Note 4 mit unglaublichen 5,7'', also einer Bildschirmdiagonalen von 14,5cm heraus.

Wer diesen Trend noch nicht erkannt hat, sollte mal den Anteil an mobilen Besuchern auf seiner Webseite überprüfen. Die Investition in ein mobiles Design wird sich 2015 auf jeden Fall rentieren, denn immer mehr Smartphone und Tablet User werden ihre Geräte auch für den Einkauf nutzen.

Die Suchmaschinen sind ständig bestrebt ihre Algorithmen für qualitative Suchergebnisse zu verbessern. Google legte bereits offen, dass auch die Zugänglichkeit von mobilen Geräten als Rankingfaktor mit einfließt. Mit einer mobilen Optimierung schlagen Sie also gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und verbessern auch die Findung Ihrer Webseite.

Neue Zahlungsmethoden ermöglichen die einfache Bezahlung mithilfe des Smartphones. Die Dateneingabe wird mit Sicherheit auch noch weiter vereinfacht. Aktuell besteht bereits die Möglichkeit einen Login mit dem Google oder Facebook Konto anzubieten, um beispielsweise die Eingabe von Daten wie Name, Vorname, Geburtsdatum zu ersparen. Bei derartigen Technologien sollte man jedoch nicht den Aspekt des Datenschutzes vergessen, denn Google hätte in diesem Fall die Möglichkeit, den Kauf aufzuzeichnen und mit der Person in Verbindung zu bringen. Wir hoffen, dass sich bessere Methoden im neuen Jahr etablieren, die auch den erhöhten Datenschutzanforderungen hierzulande gerecht werden können.

Drama Drama

Nein, Bruce Darnell ist nicht der neue E-Commerce Trend, sondern zunehmende Emotionalisierung. Wer verkaufen will hat 2 Optionen. Entweder er verkauft seine Produkte so günstig, dass weder der stationäre Handel, noch die Konkurrenz in diversen Preissuchmaschinen mithalten können oder er erzählt seine eigene Geschichte und bietet etwas ganz besonderes. Das Stichwort lautet hier Markenbildung. Der Konsument hat einfach kaum andere Möglichkeiten, die Qualität eines Produkts am Bildschirm zu verifizieren, als sich an Marken zu orientieren.

Wenn Sie beim Begriff Marke nun an ein Logo denken, liegen Sie da nicht ganz richtig. Bei der Marke geht es in erster Linie um das Image Ihrer Firma, Ihres Produkts und Ihrer Webseite bei den Interessenten. Zunächst einmal, bieten Sie mehr Informationen rund um Ihr Produkt und um Ihre Firma als die Konkurrenz. Zeigen Sie Ihr Produkt im Internet so, dass der Kunde es imaginär anfassen kann. Gewinnen Sie das Vertrauen der Kunden durch Auszeichnungen, Zertifikate und vor allem durch positives Feedback von anderen Kunden. Bieten Sie dem Kunden Sicherheit und Transparenz. Und der wichtigste Punkt, ermöglichen Sie Ihrer Zielgruppe die Identifikation mit Ihrem Produkt. Denn wenn Sie das erreichen und nur dann, wird Ihre Zielgruppe nur bei Ihnen kaufen, ganz ungeachtet von Preissuchmaschinen. Die Qualität des Bestellprozesses in Ihrem Shop ist dabei genauso wichtig, wie die Qualität des Produkts. Bei einer Marke kauft der Kunde nicht nur ein hochwertiges Produkt, sondern auch das Erlebnis, Emotionen und Prestije, die mit dem Produkt in Verbindung stehen. Im Jahr 2015 werden Sie mit Sicherheit neue Werkzeuge zur Emotionalisierung an die Hand bekommen, halten Sie die Augen offen und nutzen Sie diese gegebenenfalls.

Vor allem Online-Händler, die aus dem stationären Geschäft oder dem klassischen B2B Umfeld kommen, vergessen diese Punkte häufig. Ihre Webseite muss im E-Commerce das leisten, was ein Verkäufer oder ein Vertriebler im klassischen Geschäft leistet. Da Ihre Webseite kein physisches Produkt vorführen kann, muss sie mit Emotionen arbeiten.

Neue Touchpoints

Der Begriff Touchpoint stammt aus dem Marketing und hört sich nur besser an als Kontaktpunkt, bezeichnet aber dasselbe. Die Anzahl der Touchpoints, über die Sie Ihre Zielgruppe erreichen können ist in diesem Jahr gestiegen. Im kommenden Jahr wird sie vermutlich weiter steigen. Wer 2015 erfolgreich im E-Commerce sein möchte, sollte nicht vergessen diese Touchpoints zu nutzen. Fernseher nennt man nun Smart-TVs, Uhren mutieren zu Smart-Watches und Google bringt eine Datenbrille heraus, dessen rechtliche Lage in der EU jedoch noch ungeklärt ist.

Das Internet der Dinge, über diesen Begriff wurde vor wenigen Jahren noch geschmunzelt. Die Technologien sind nicht neu, sondern eher die Nutzung der Technologien. Im aktuellen Jahr lag der Trend vor allem bei den sogenannten Wearables, Technologie zum tragen am Körper. Küchengeräte, die ans Internet angeschlossen sind, gibt es auch bereits, jedoch konnten sie sich in diesem Jahr noch nicht durchsetzen. Im Jahr 2015 kann man damit rechnen, dass immer mehr Geräte ans Internet angebunden werden und Kontaktpunkte für Werbung und Verkauf bieten. Was heißt das für den E-Commerce?

Der E-Commerce muss lernen mit diesen Geräten zu arbeiten. Wer es beherscht all diese neuartigen Touchpoints zur Kundengewinnung zu nutzen, liegt klar im Vorteil.

Erwartete Neuerungen

  • Nutzung von Augmented Reality im Online Marketing
  • Erste Schritte für den E-Commerce im Bereich der Virtual Reality (z.B. 3D Technologien)

Quellen

http://www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2014/09/23/auf-der-zielgeraden-zu-40-milliarden.htm?no_cache=1
http://etailment.de/thema/e-commerce/Die-wichtigsten-Trends-im-E-Commerce-2014-1892
http://www.e-commerce-magazin.de/ecm/news/e-commerce-trends-2014
http://www.ifhkoeln.de/News-Presse/Online-Handel-Zahlen-und-kein-Ende--Kommentar-von-Dr.-Kai-H